Auf dieser Kuppe drehte Quentin Tarantino für „Inglorious Basterds“


Hollywood-Regisseur Quentin Tarantino nahm in der Sächsischen Schweiz die Anfangssequenz von „Inglorious Basterds“ auf. Dafür ließ er bei Sebnitz-Hertigswalde einen Bauernhof errichten. Das Haus ist nicht mehr zu sehen, trotzdem lädt die schöne Aussicht zu einem Besuch ein.

Der Weltkriegsstreifen „Inglorious Basterds“ beginnt mit einer Szene im von der Wehrmacht besetzten Frankreich. Der Milchbauer Perrier LaPadite ist zu sehen, wie er vor seinem Anwesen Holz hackt. Eine seine drei Töchter hängt derweil Wäsche auf. Im Hintergrund erstreckt sich eine weite hügelige Landschaft.

Auf einer Straße erscheint in der Ferne ein deutscher Trupp auf Motorrädern, der schnell näherkommt. Der Bauer wird von SS-Standartenführer Hans Landa – gespielt von Christoph Waltz – besucht. So scheint es zumindest zunächst. Doch der sadistische SS-Mann verdächtigt LaPadite, heimlich Juden zu verstecken.

Quentin Tarantino in der Sächsischen Schweiz

Für die einprägsame und Tarantino-typisch blutige Anfangssequenz, die in Frankreich spielt, kam der Regisseur in die Sächsische Schweiz. Am Rand des Sebnitzer Ortsteils Hertigswalde ließ er einem Medienbericht zufolge auf einer abgelegenen Wiese einen Hof aus Holz, Stein und Pappe errichten.

Neben der Kulisse wurde ein Kran für den Kameraausleger aufgestellt. Halt gaben ihm auf der Ackerfläche ausgelegte Platten. Ein Tieflader brachte alte Wehrmachtsfahrzeuge zum Filmset. Während der Dreharbeiten waren die Zufahrtswege abgeriegelt. Ein Sicherheitsdienst verscheuchte angeblich selbst kurz stoppende Autofahrer.

Heutzutage erinnert nichts mehr an die Dreharbeiten. Die Wiese liegt verlassen da. Warum dann herkommen? Allein der Ausblick lohnt sich. Hinzukommt das Wissen, an einem Ort der Filmgeschichte zu sein. Und erst recht später, beim Schauen der Filmsequenz und dem unweigerlichen Aha-Effekt, hat sich der Besuch gelohnt.


Bewertung

Erlebnis: ★★☆☆☆

Atmosphäre: ★☆☆☆☆

Geschichtsfaktor: ★☆☆☆☆

Landschaft: ★★★★★

Abgeschiedenheit: ★★★☆☆

Abenteuer: ☆☆☆☆☆


Besichtigung

Strecke: 900 Meter (einfach)

Dauer: 15 Minuten

Kondition: keine

Schwierigkeit: keine

Gefahren: keine

Beste Jahreszeit: immer



Wegbeschreibung

Anreise: Von Sebnitz kommend in östliche Richtung fahren und den Schildern nach „Ottendorf“ folgen. Abbiegen auf die Ottendorfer Straße. Sie führt hügelaufwärts. Nach Erreichen eines Plateaus befindet sich etwas erhöht auf der linken Seite ein Parkplatz.

Start und Ziel: Parkplatz

Weg: Dem Schotterweg (offiziell Alte Hohe Straße) in östliche Richtung folgen, nach 900 Meter führt der Weg abrupt aufwärts zu einem markant erhabenen Wiesenabschnitt. Zur weiteren Orientierung können drei allein dastehende Bäume links am Wegesrand dienen.

Hinweise: keine


Weitere Informationen

Stand: 10.8.2020